Programmieren mit KI für Java-Entwickler – Claude Code und lokale KI im Workshop
Für Java-Teams bedeutet Programmieren mit KI vor allem eines: Der Agent muss seine Änderungen selbst bauen und testen können. In diesem eintägigen Workshop arbeitet Claude Code deshalb von Anfang an mit Maven oder Gradle und JUnit, und jede Übung endet mit einem messbaren Ergebnis – kompiliert es, laufen die Tests, was hat sich am Testordner geändert. Dieselben Aufgaben löst dein Team zusätzlich mit der hauseigenen KI.
Für wen ist dieses Seminar
Für Java-Entwicklerinnen und -Entwickler, die Anwendungen mit Spring, Jakarta EE oder für Tomcat bauen und KI-Werkzeuge im Team einführen wollen, und für technische Leitungen, die entscheiden müssen, welcher Code an eine Cloud-KI gehen darf. Java-Kenntnisse werden vorausgesetzt, nicht vermittelt: Neu ist die Arbeit mit dem Agenten. Das Angebot richtet sich an Unternehmen, Behörden und Selbstständige.
Was du mitbringen solltest
Sichere Java-Praxis, Erfahrung mit Maven oder Gradle, JUnit und Git. Auf den Arbeitsplätzen sollten JDK 21 und Git installiert sein; VS Code, die Java-Erweiterungen und Claude Code richtet dein Team im Workshop gemeinsam ein. Maven oder Gradle selbst müssen nicht installiert werden – das Übungsprojekt bringt den Wrapper mit. Je Teilnehmenden ist ein kostenpflichtiges Claude-Abo nötig, für den Vergleich ein erreichbarer KI-Server im Haus. Wer den Workshop sprachunabhängig betrachten möchte, findet den Überblick unter Programmieren mit KI – Claude Code und lokale KI.
Inhalte im Überblick
Das Übungsprojekt ist ein kleiner Online-Shop in Java 21 mit JUnit 5, wahlweise für Maven oder Gradle, als Git-Repository mit festem Startpunkt. Jede Übung hat ein geprüftes Soll-Ergebnis.
Einrichtung für Java
- VS Code mit Extension Pack for Java und Claude Code; Hinweise für IntelliJ IDEA
- Projekteinstellungen: Maven- bzw. Gradle-Wrapper freigeben, vertrauliche Dateien sperren
CLAUDE.mdmit Build-, Test- und Konventionsregeln für Java
Programmieren mit Tests zuerst
- Fachregel mit Beispielwerten als JUnit-Tests formulieren lassen, rot sehen, dann umsetzen
- Geld mit
BigDecimalund kaufmännischer Rundung – und warum ein Typwechsel eine eigene Etappe ist
Refactoring im Vergleich
- Gewachsene Klasse mit verschachtelten Bedingungen,
double-Beträgen und gemischten Bezeichnern - Charakterisierungstests, dann Umbau im Plan-Modus – mit Claude und mit der lokalen KI
- Kontrolle:
git diffauf den Testordner muss leer bleiben
Optimierung und Review
- Laufzeit bei 2.000, 4.000 und 8.000 Kunden messen, Ursache benennen, nachmessen
- JDBC-Code begutachten lassen: Treffer und Fehlalarme beider Modelle zählen
Datenschutz, große Projekte, Teamregeln
- Abo, Einstellungen und Sperrregeln für Firmencode
- Größenregeln für große Java-Repositorys und Etappen für lange Umbauten
- Teamregeln in der
CLAUDE.md
Typische KI-Fehler in Java – und was sie abfängt
KI-Modelle kennen Java gut, aber sie kennen viele Java-Versionen gleichzeitig. Die häufigsten Fehler sind deshalb nicht Syntaxfehler, sondern plausible Mischungen aus alten und neuen Konventionen. Der Workshop zeigt für jeden Fehlertyp das Gegenmittel, das ihn in aller Regel findet.
| KI-Fehler | Beispiel | Was ihn typischerweise abfängt |
|---|---|---|
| veraltete API | javax.* statt jakarta.*, Spring Boot 2 statt 3 |
Compiler, Projektregel in der CLAUDE.md |
| erfundene Abhängigkeit | Bibliotheksversion, die es nicht gibt | Build mit dem Wrapper |
| Test angepasst statt Code | erwarteter Wert im Test geändert | git diff auf den Testordner |
| Rundung verändert | double durch BigDecimal ersetzt, Ergebnis weicht ab |
Charakterisierungstests |
equals ohne hashCode |
Objekt in HashSet nicht wiederzufinden |
Code-Review, Tests |
| verschluckte Ausnahme | leerer catch-Block mit return null |
Code-Review |
Alle Übungen sind vor dem Workshop gegen das Übungsprojekt geprüft. Ein Beispiel aus Übung 3: Ein Umbau, der den Gutscheincode ohne Rücksicht auf Groß- und Kleinschreibung akzeptiert, wirkt wie eine Verbesserung – und fällt mit genau einem roten Referenztest auf, weil das bestehende Verhalten es anders vorsieht (geprüft 03.10.2026, Java 21).
Was du danach kannst
- Claude Code für ein Maven- oder Gradle-Projekt einrichten, Build und Tests freigeben, vertrauliche Dateien sperren
- einen Java-Auftrag mit Fachregel und Beispielwerten so formulieren, dass er als JUnit-Test abnehmbar ist
- gewachsene Java-Klassen mit Charakterisierungstests absichern und in Etappen umbauen
- Java-typische KI-Fehler erkennen und mit Compiler, Tests und
git diffabfangen - zwischen Claude und der hauseigenen KI umschalten und begründen, welche für eine Aufgabe passt
Formate und Ablauf
| Format | Ablauf | Passend wenn |
|---|---|---|
| Remote | über Zoom oder dein Konferenzsystem, jeder am eigenen Arbeitsplatz | das Team verteilt arbeitet |
| Inhouse vor Ort | in deinen Räumen, im Raum Köln/Leverkusen und bundesweit | das Team gemeinsam an einem Ort arbeitet |
Dauer: ein Tag, optional ein zweiter Praxistag an deinem eigenen Projekt – auch an Tomcat- oder Spring-Anwendungen. Dafür wählt dein Team vorab mit einem Steckbrief eine überschaubare Klasse oder ein Modul aus, das sich eigenständig bauen und testen lässt. Unterlagen: Teilnehmerskript, Foliensatz und das Java-Übungsprojekt.
Verwandte Seminare und Vertiefung
Die sprachunabhängige Fassung mit allen Grundlagen beschreibt Programmieren mit KI – Claude Code und lokale KI. Wer anschließend eine komplette Webanwendung mit Agenten entwickeln will, setzt im Seminar Webanwendungen mit Claude und KI-Agenten entwickeln fort. Für Teams mit viel SQL-Anteil in der Java-Anwendung passt KI und VibeCoding für SQL und Datenbanken; wer nur lokal arbeiten darf, vertieft das in Programmieren mit lokaler KI. Wie ein Ollama-Server stabil läuft und welches Modell sich eignet, zeigen Ollama im Dauerbetrieb und Ollama und offene KI-Modelle im Vergleich; die Datenschutz-Seite beleuchtet Lokale KI im Unternehmen. Alle KI-Seminare stehen unter KI-Programmierung.
Häufige Fragen (FAQ)
Arbeitet der Workshop mit Maven oder mit Gradle?
Mit beidem. Das Übungsprojekt gibt es in einer Maven- und einer Gradle-Variante mit identischem Code und identischen Übungen; du wählst die Variante, die dein Team auch im Alltag nutzt.
Müssen wir statt IntelliJ IDEA VS Code verwenden?
Im Workshop arbeiten alle mit VS Code, damit Einrichtung und Bildschirmfreigabe für alle gleich sind. Claude Code gibt es auch als Plugin für IntelliJ IDEA; Projekteinstellungen, CLAUDE.md und das Umschalten auf die lokale KI funktionieren dort genauso.
Welche Java-Version wird vorausgesetzt?
Das Übungsprojekt nutzt Java 21. Deine Projekte am zweiten Tag dürfen eine andere Version verwenden – die Arbeitsweise mit dem Agenten ist dieselbe.
Können wir am zweiten Tag an unserer Tomcat- oder Spring-Anwendung arbeiten?
Ja, wenn sich die gewählte Stelle eigenständig bauen und testen lässt. Ein Steckbrief hilft, vorab eine geeignete Klasse oder ein Modul auszuwählen und zu klären, ob der Code an Claude gehen darf oder nur mit der lokalen KI bearbeitet wird.
Wie lange dauert der Workshop?
Einen Tag; der optionale Praxistag am eigenen Code kommt als zweiter Tag hinzu, sinnvollerweise ein bis drei Wochen später.
Was kostet der Workshop?
Der Preis richtet sich nach Format, Umfang und Teilnehmerzahl und wird auf Anfrage angeboten.
Individuell anfragen
Nach deiner Anfrage klären wir Build-Werkzeug, Java-Version, Teamgröße, Format und die Ausstattung mit Claude-Abo und lokalem KI-Server; danach erhältst du einen Termin- und Inhaltsvorschlag. Die Anfrage ist unverbindlich und kostenlos.