Webanwendungen entwickeln mit Claude und anderen KI-Agenten
In diesem dreitägigen Praxisseminar lernst du, wie du Claude Code (Anthropic), GitHub Copilot, Cursor und andere KI-Agenten gezielt einsetzt, um Webanwendungen zu planen, zu entwickeln und zu warten. Du arbeitest von Anfang an hands-on an einer echten Anwendung — vom Projektkontext über Frontend, Backend und Datenbank bis zu Tests, Sicherheit und Teamarbeit. Statt VibeCoding steht eine Arbeitsweise im Mittelpunkt, die in Projekten trägt: Projektkontext, Plan vor Code, kleine Schritte und Tests als Abnahme. Am Ende weißt du, welches Werkzeug wann die beste Wahl ist und worauf du bei KI-generiertem Code achten musst.
Für wen ist dieses Seminar
- Webentwickler:innen (Frontend, Backend oder Fullstack), die KI-Tools produktiv in ihren Workflow integrieren möchten
- IT-Projektleiter:innen und technische Leads, die das Potenzial von KI-gestützter Entwicklung bewerten wollen
- Quereinsteiger:innen mit Grundkenntnissen in HTML/CSS/JS, die ihre Produktivität durch KI-Agenten steigern möchten
Das Angebot richtet sich an Unternehmen, Behörden und Selbstständige.
Was du mitbringen solltest
Praktische Erfahrung in der Webentwicklung (Frontend oder Backend) und im Umgang mit Git. Vorkenntnisse im Prompt-Engineering oder in der KI-Programmierung sind nicht erforderlich — du wirst systematisch von den Grundlagen bis zur Automatisierung mit autonomen Coding-Agenten geführt.
Wer eher an KI als Werkzeug im PHP-spezifischen Entwicklungsalltag interessiert ist, findet das kompakter in „KI & VibeCoding für PHP-Entwickler". Wer stattdessen einen KI-Coding-Assistenten komplett lokal und ohne Cloud-Anbindung betreiben will, ist bei „Programmieren mit lokaler KI" richtig — dieses Seminar arbeitet dagegen mit Cloud-Agenten wie Claude Code.
Detaillierte Inhalte
Ziele und Einstieg
- Klärung deiner Lernziele und Schwerpunkte
- Wie Sprachmodelle Code erzeugen: Token, Kontext, Wahrscheinlichkeit — und was daraus für die Praxis folgt
- Chat, Vervollständigung und Agent: wer Vorschläge macht und wer selbst handelt
Landscape und Setup
- Claude Code, GitHub Copilot, Cursor und Chat-KI im Überblick
- Das erste Projekt einrichten: Projektkontext mit
AGENTS.mdundCLAUDE.md, Berechtigungen, Sperrregeln - Gute Projektregeln formulieren: prüfbar und begründet — Regeln je Ordner und Dateityp
- Rechte von Agenten: Freigaben gezielt erteilen, Zugangsdaten wie
.envtechnisch sperren statt nur darum bitten - Datenschutz und Unternehmensrichtlinien: Training, Speicherdauer, Freigaben
Frontend mit KI
- HTML-, CSS- und JavaScript-Scaffolding nach Vorgaben: BEM, Custom Properties, mobile-first
- UI-Komponenten generieren — Logik testbar getrennt von der Darstellung
- UI-spezifisches Prompting: Zustände, Breiten, Barrierefreiheit, Bildschirmfoto als Vorlage
Backend und Datenbank
- APIs mit Statuscodes und Fehlerfällen entwerfen, SQL-Schemata und Migrationen
- Sicherheit von KI-Code: SQL-Injection, XSS und CSRF finden, belegen und beheben
Praxisprojekt I: CRUD-Anwendung
- Vom Aufgabenblatt bis zum Commit: Plan, Umsetzung in kleinen Schritten, Abnahmetests
- Code-Reviews mit Prüfvorlagen
Fortgeschrittene Techniken
- Bugfixing: Fehler erst als Test nachstellen, dann beheben
- Tests generieren — und ihre Güte mit einem Mutationstest messen
- Refactoring über mehrere Dateien und Git-Workflows mit Agenten
- MCP-Server: dem Agenten Werkzeuge geben, z. B. Datenbankzugriff nur lesend; Konnektoren und Plugins
- Skills und Hooks: wiederkehrende Abläufe als Skill ablegen, Prüfungen per Hook nach jedem Schreibvorgang erzwingen, Subagenten als Prüfer
- Audits über Performance und Dopplungen — mit Messung vorher und nachher
Agenten im Vergleich
- Dieselbe Aufgabe mit mehreren Werkzeugen, bewertet nach festen Kriterien
- Stärken und Schwächen im Praxiseinsatz, Datenschutz und Unternehmensrichtlinien
- Mehrere KI-Werkzeuge an einem Projekt: eine Regelquelle, gemeinsame Durchsetzung über Git, Vor- und Nachteile
Praxisprojekt II: Fullstack-Modul im Team
- Schnittstellen festlegen, parallel arbeiten, über ein gemeinsames Repository zusammenführen
- Troubleshooting: wenn die KI nicht das liefert, was du willst
Best Practices und Abschluss
- Prompt-Muster und Checkliste für die Qualitätssicherung von KI-generiertem Code
- Die Rolle der Entwicklerin und des Entwicklers: festlegen, prüfen, verantworten
- Fallbeispiele aus dem eigenen Plattformprojekt des Dozenten: wie aus einer Korrektur eine falsche Regel wird, wie Regeln und KI-Gedächtnis unbemerkt veralten und warum lange Aufgaben Details verlieren
- Vertiefungen: lange Aufgaben beherrschen, Regeln im Team gleich halten, Projektregeln nach Geltungsbereich aufteilen
Dauer: 3 Tage — auf Wunsch als kompakte 2-Tages-Fassung mit Schwerpunkten nach Wahl
Was du danach kannst
- KI-Agenten gezielt einsetzen — Prompts formulieren, die präzise und verwertbare Ergebnisse für Frontend, Backend und Datenbank liefern
- Projektkontext effektiv bereitstellen — mit
AGENTS.md,CLAUDE.mdund ähnlichen Konfigurationen die Codequalität der KI-Ausgabe steuern - Tools bewerten und auswählen — Stärken und Schwächen von Claude Code, Copilot, Cursor und weiterer Agenten wie Google Antigravity kennen und situationsgerecht einsetzen
- KI-generierten Code kritisch prüfen — Sicherheitslücken, Architekturprobleme, typische Fehler und die Barrierefreiheit generierter Oberflächen erkennen
- Rechte und Sicherheit von Agenten einordnen — Freigaben, Sperren für Zugangsdaten und Abnahmetests, technische Schranken statt Bitten im Prompt
- Vollständige Webanwendungen mit KI-Unterstützung bauen — vom Datenbankschema über die API bis zur fertigen Oberfläche
- Agenten mit eigenen Werkzeugen erweitern — MCP-Server, Skills und Hooks einordnen und typische Rechte-Einstellungen kennen
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Dein Dozent
Frank Glück schult seit mehr als 30 Jahren und programmiert seit 1986. Seit 1999 ist er auch als Dozent für die GFU tätig.
Häufige Fragen (FAQ)
Welche Programmiersprachen und Frameworks werden im Kurs unterstützt?
Die Übungsanwendung nutzt PHP, JavaScript, CSS und SQL ohne Framework – so bleibt jede Zeile nachvollziehbar. Die Methoden sind technologieoffen und lassen sich auf andere Stacks übertragen, z. B. Python, TypeScript oder React; auf den Stack deines Teams gehen wir in Beispielen und Diskussionen ein.
Wie bleibt mein Quellcode und mein Betriebsgeheimnis beim Einsatz von KI-Tools geschützt?
Datenschutz und IP-Schutz sind zentrale Themen des Kurses. Wir behandeln den datenschutzbewussten Einsatz von API-Schnittstellen (Zero-Data-Retention-Policies), ordnen ein, wann lokale Modelle (z. B. über Ollama) für sensible Daten die bessere Wahl sind — praktisch vertieft im Seminar „Programmieren mit lokaler KI" — und konfigurieren Ignore- und Freigaberegeln, die Betriebsgeheimnisse und .env-Dateien vom Versand an externe LLMs ausschließen sollen — inklusive ihrer Grenzen und wie du sie prüfst.
Welche Vorkenntnisse solltest du mitbringen?
Du solltest praktische Erfahrung in der Webentwicklung (Frontend oder Backend) und im Umgang mit Git mitbringen. Vorkenntnisse im Prompt-Engineering oder in der KI-Programmierung sind nicht erforderlich – der Kurs führt dich systematisch von den Grundlagen bis zur Automatisierung mit autonomen Coding-Agenten.