Eigener MCP-Server mit PHP – KI-Agenten mit eigenen Daten verbinden

Ein MCP-Server ist ein Programm, das KI-Agenten wie Claude Code oder Antigravity eigene Daten und Funktionen zur Verfügung stellt – über das Model Context Protocol (MCP), einen offenen Standard. In diesem Seminar baust du einen solchen Server mit dem offiziellen PHP-SDK: vom ersten Tool bis zum abgesicherten Betrieb über HTTP. Dauer: 2 Tage, inhouse auch als dreitägiger Workshop.

Vom KI-Agenten zu deinen Daten Ein KI-Agent wie Claude Code oder Antigravity spricht über das Model Context Protocol mit deinem PHP-Server. Der Server stellt Tools, Resources und Prompts bereit und greift auf deine Daten zu, zum Beispiel Datenbank, Schnittstelle oder Dateien. KI-Agent Claude Code, Antigravity MCP offener Standard Dein PHP-Server Tools · Resources · Prompts Deine Daten Datenbank, API, Dateien
Abbildung 1: Der MCP-Server steht zwischen KI-Agent und deinen Daten – einmal gebaut, nutzbar von Clients, die den Standard und die genutzten Funktionen unterstützen.

Für wen ist dieses Seminar

Das Seminar richtet sich an PHP-Entwicklerinnen und -Entwickler sowie Softwarearchitektinnen und -architekten, die eigene Anwendungen, Datenbanken oder Schnittstellen für KI-Agenten bereitstellen wollen – zum Beispiel, damit ein Agent Bestellungen nachschlägt, Berichte erzeugt oder Tickets anlegt, ohne jeden Zugriff einzeln anzubinden. Es passt für einzelne Entwicklerinnen und Entwickler im Unternehmen ebenso wie für ganze Teams.

Das Angebot richtet sich an Unternehmen, Behörden und Selbstständige.

Was du mitbringen solltest

Du solltest sicher in objektorientiertem PHP sein und Composer sowie Git kennen. Erfahrung mit KI-Agenten brauchst du nicht. Fehlen dir PHP-Grundlagen, beginnst du mit PHP Programmierung Grundlagen; für Schnittstellen, Namensräume und Composer-Pakete lohnt zuvor PHP OOP Fortgeschrittene Technologien.

Für die Übungen mit einem KI-Client brauchst du Zugang zu Claude Code und/oder Antigravity. Den Zugang stellt in der Regel euer Unternehmen oder der Veranstalter; welche Zugänge vorhanden sind, klären wir vorab. Das Seminar läuft auch, wenn nur ein Client zur Verfügung steht – der Server selbst lässt sich zusätzlich ohne KI mit dem MCP Inspector und automatischen Tests prüfen.

Geschult wird auf der jeweils aktuellen Version; bei Inhouse-Seminaren gern auch auf der Version, die ihr im Einsatz habt.

Detaillierte Inhalte

Das Seminar führt in acht Bausteinen vom Protokoll zum betriebsfähigen Server: Zuerst verstehst du, was zwischen Agent und Server passiert, dann baust du Tools, Resources und Prompts, betreibst den Server über HTTP und sicherst ihn so ab, dass ein Sprachmodell nur tun kann, was es darf.

Aufbau des Seminars über die Tage Tag 1: Warum MCP, das Protokoll, der erste Server in PHP und Tool-Design. Tag 2: Resources und Prompts, Betrieb über HTTP, Sicherheit und Rechte, eigener Anwendungsfall und Vergleich zweier Clients. Optionaler dritter Tag im Inhouse-Workshop: Anmeldung mit Identity-Provider, Rückfragen des Servers, mehrere Server und Versionierung, eigenes Projekt. Tag 1 Warum MCP? Das Protokoll verstehen Erster Server in PHP Tool-Design Fehler, Schemas, Tests Tag 2 Resources und Prompts Betrieb über HTTP Sicherheit und Rechte Dein Anwendungsfall zwei Clients im Vergleich Tag 3 (Workshop) Anmeldung mit Identity-Provider Rückfragen des Servers Mehrere Server Beobachtbarkeit Eigenes Projekt inhouse, optional
Abbildung 2: Zwei Tage Standardprogramm; Baustein 4 verteilt sich auf beide Tage, der dritte Tag vertieft im Inhouse-Workshop.

1. Warum MCP?

  • Das Problem: jede KI-Anwendung mit jeder Datenquelle einzeln verbinden – und was ein gemeinsamer Standard ändert
  • Funktionsaufrufe der Modell-Anbieter und MCP im Vergleich
  • Host, Client und Server: wer wen aufruft und wer entscheidet
  • Die drei Bausteine: Tools (das Modell ruft auf), Resources (Inhalte mit Adresse) und Prompts (Vorlagen, die der Mensch wählt)
  • Einordnung der Clients: Claude Code, Antigravity und der MCP Inspector

2. Das Protokoll verstehen

  • JSON-RPC 2.0: Anfrage, Antwort, Benachrichtigung und Fehler
  • Zwei Verfahren: der klassische Verbindungsaufbau mit Handshake und das zustandslose Verfahren der neuen Protokollrevision
  • Transporte: stdio für lokale Server, Streamable HTTP für Server im Netz
  • Nachrichten von Hand senden und mitlesen – bevor ein SDK im Spiel ist

3. Der erste Server in PHP

  • Das offizielle PHP-SDK: Aufbau, Attribute, Server-Builder und Abhängigkeiten per Composer
  • Ein erstes Tool mit geprüftem Eingabeschema, Fachlogik getrennt von der MCP-Schicht
  • Fehler richtig melden: Werkzeugfehler für das Modell statt Protokollabbruch
  • Den Server in Claude Code und Antigravity einbinden, ein Tool aufrufen und mit dem MCP Inspector prüfen
  • Fehlersuche: warum auf stdout nur das Protokoll stehen darf

4. Gutes Tool-Design

  • Beschreibungen, die das Modell versteht: wann ein Tool zu nutzen ist und was zurückkommt
  • Granularität und Rückgabeformate: strukturierte Daten, Geldbeträge, nützliche Fehlermeldungen
  • Resources und Resource-Templates: Schema, Stammdaten und andere Inhalte mit eigener Adresse
  • Prompts als wiederverwendbare Vorlagen für wiederkehrende Aufgaben
  • Tests: Fachlogik mit PHPUnit, der Server selbst über ein echtes Protokoll-Gespräch

5. Betrieb über HTTP

  • Streamable HTTP mit PSR-7: Einstiegspunkt, Middleware und Webserver
  • Sitzungen und php-fpm: warum jede Anfrage einen frischen Prozess bekommt und was das für den Server bedeutet
  • Das zustandslose Verfahren: ohne Sitzung, mit allen Angaben in jeder Anfrage
  • Bereitstellung: Reverse Proxy, HTTPS, Zeitlimits, Protokollierung und Überwachung

6. Sicherheit

  • Anmeldung am Server: Bearer-Token und die Rolle des Servers im OAuth-2.1-Verfahren (Protected Resource Metadata)
  • Rechte je Tool: lesende und schreibende Werkzeuge trennen, Scopes prüfen, Aufrufe protokollieren
  • Prompt Injection über Daten: warum ein Kundenhinweis in der Datenbank zur Anweisung an die KI werden kann – und welche Schichten dagegen helfen
  • Bestätigung durch den Menschen bei Änderungen, Least Privilege, Datenschutz und Auftragsverarbeitung
Schichten der Absicherung eines MCP-Servers Fünf Schichten von außen nach innen: Rechte je Tool über Scopes, Fachregeln im Server, markierte Ausgaben, Audit-Log und die Bestätigung durch den Menschen. Die Rechte und Fachregeln tragen die Sicherheit; Markierung und Beschreibungen helfen, beweisen aber nichts. 1 Rechte je Tool trägt: Scope im Token entscheidet, was möglich ist 2 Fachregeln im Server trägt: der Server prüft selbst, egal wer fragt 3 Ausgaben als Daten markieren hilft, beweist aber nichts 4 Audit-Log wer, was, wann, warum 5 Mensch bestätigt Änderungen im Client nicht pauschal erlauben
Abbildung 3: Auf die Schichten 1 und 2 – Rechte und Fachregeln – verlässt du dich; die übrigen helfen zusätzlich.

7. Praxis: dein eigener Anwendungsfall

  • Eine eigene Datenquelle oder Funktion als MCP-Server skizzieren und mit dem kleinsten sinnvollen Server beginnen
  • Gemeinsame Durchsicht: Beschreibung, Rechte, Fehlermeldungen und Risiken

8. Zwei Clients im Vergleich

  • Derselbe Server in zwei Clients (sofern beide zur Verfügung stehen): Claude Code und Antigravity im Vergleich – was dir beim Einbinden und Benutzen auffällt
  • Was dein Server clientunabhängig leisten sollte

Vertiefung im dreitägigen Inhouse-Workshop

  • Vollständige Anmeldung mit einem Identity-Provider: JWT-Prüfung, Schlüsselrotation und Scopes
  • Rückfragen des Servers an Client und Benutzer, Fortschrittsmeldungen und Abbruch
  • Mehrere Server, Gateways und Versionierung der Tool-Schemas
  • Beobachtbarkeit im Betrieb: Protokolle, Kennzahlen, Fehlerbudget
  • Eigenes Projekt der Teilnehmenden mit gemeinsamer Durchsicht

Dauer: 2 Tage – inhouse auch 3 Tage als Workshop

Was du danach kannst

  • einen MCP-Server mit dem offiziellen PHP-SDK aufbauen, Tools, Resources und Prompts bereitstellen und den Server in Claude Code und Antigravity einbinden
  • Tool-Beschreibungen und Eingabeschemas so schreiben, dass ein Sprachmodell das richtige Werkzeug wählt und Fehlermeldungen versteht
  • ein Protokoll-Gespräch von Hand lesen und mit dem MCP Inspector sowie mit PHPUnit-Tests nachprüfen
  • den Server über HTTP betreiben und erklären, warum Sitzungen unter php-fpm einen gemeinsamen Speicher brauchen
  • lesende und schreibende Werkzeuge mit Token und Scopes trennen und Änderungen im Audit-Log festhalten
  • die Gefahr einer Prompt Injection über Datenbankinhalte erkennen und unterscheiden, welche Schichten die Sicherheit tragen und welche nur zusätzlich helfen

Formate und Ablauf

Basis ist ein Übungsprojekt: ein kleiner Online-Shop mit Datenbank, an dem du Tools, Resources, HTTP-Betrieb und Rechte selbst baust. Inhouse stimmen wir den Übungsfall auf eure Daten ab. Die Unterlagen bestehen aus einem Teilnehmerskript und dem Übungsprojekt mit automatischen Tests.

Format Ablauf Passend wenn
Inhouse vor Ort Seminar in euren Räumen; Beispiele und Übungsfall auf eure Datenquellen abgestimmt ihr eigene Systeme für KI-Agenten öffnen wollt
Remote online, gleiche Inhalte und Übungen am eigenen Rechner Teilnehmende an mehreren Standorten sitzen
Workshop (3 Tage, inhouse) zwei Tage Standardprogramm plus Vertiefungstag oder eigenes Projekt ihr direkt an einem konkreten Server arbeiten wollt

Verwandte Seminare und Vertiefung

Wie sich PHP-Prozesse unter php-fpm, Apache und der Kommandozeile Speicher teilen – und wo nicht –, erklärt der Artikel APCu Shared Memory für PHP konfigurieren; dasselbe Prozessmodell steckt hinter dem Sitzungsproblem im Seminar. Wenn Daten das Haus nicht verlassen sollen, hilft Lokale KI im Unternehmen. Für den Betrieb unter Last zeigen die acht teuersten Fehler im PHP-Code, worauf du achten solltest. Alle KI-Seminare findest du unter Programmieren mit KI.

Dein Dozent

Frank Glück schult seit mehr als 30 Jahren und programmiert seit 1986. Seit 1999 ist er auch als Dozent für die GFU tätig. Den Beispielserver des Seminars hat er mit dem offiziellen PHP-SDK gebaut und mit automatischen Tests abgesichert.

Häufige Fragen (FAQ)

Wie lange dauert das Seminar?

Das Seminar dauert 2 Tage. Inhouse ist es auch als dreitägiger Workshop möglich: Der dritte Tag vertieft die Anmeldung mit einem Identity-Provider, Rückfragen des Servers, mehrere Server und das Arbeiten am eigenen Projekt.

Was ist ein MCP-Server?

Ein MCP-Server ist ein Programm, das einem KI-Agenten Werkzeuge (Tools), Inhalte mit Adresse (Resources) und Vorlagen (Prompts) bereitstellt. Er spricht das Model Context Protocol, einen offenen Standard; jeder Client, der ihn beherrscht, kann den Server nutzen.

Brauche ich Erfahrung mit KI-Agenten?

Nein. Du brauchst sichere PHP-Kenntnisse mit Objektorientierung, Composer und Git. Wie ein KI-Agent arbeitet und wie du ihn bedienst, lernst du im Seminar.

Welche KI-Zugänge brauche ich?

Für die Übungen mit einem KI-Client brauchst du Zugang zu Claude Code und/oder Antigravity. Den Zugang stellt in der Regel euer Unternehmen oder der Veranstalter; wir klären vorab, welche Zugänge es gibt. Das Seminar läuft auch mit nur einem Client; den Server prüfst du zusätzlich ohne KI mit dem MCP Inspector und automatischen Tests.

Ist das PHP-SDK produktionsreif?

Das offizielle PHP-SDK ist derzeit noch als experimentell gekennzeichnet, solange es keine erste Hauptversion gibt. Im Seminar siehst du deshalb, wie du die Version festschreibst, Änderungen mit Tests absicherst und Updates bewusst einspielst.

Funktioniert der Server nur mit Claude Code?

Nein. MCP ist ein offener Standard; der Server funktioniert mit Clients, die den Standard und die genutzten Funktionen unterstützen. Clients setzen einzelne Funktionen unterschiedlich um. Im Seminar bindest du den Server in Claude Code und Antigravity ein und siehst, wo sie abweichen – sofern beide zur Verfügung stehen.

Präsenz oder online, offen oder inhouse?

Das Seminar findet inhouse bei dir im Unternehmen oder remote statt. Der dreitägige Workshop ist inhouse möglich. Format und Termin stimmen wir bei der Anfrage ab.

Können die Inhalte an unser Team angepasst werden?

Ja. Schwerpunkte, der Übungsfall und der Anteil am eigenen Code werden vorab abgestimmt – zum Beispiel ein Server für eure Datenbank, euer Ticketsystem oder eure Schnittstelle.

Wie viele Personen können teilnehmen und was bekomme ich an Unterlagen?

Die Teilnehmerzahl stimmen wir mit der Anfrage ab; sie richtet sich nach Format und Ziel. Du erhältst ein Teilnehmerskript und das Übungsprojekt mit automatischen Tests.

Was kostet das Seminar?

Der Preis richtet sich nach Format, Umfang und Teilnehmerzahl und wird auf Anfrage genannt.


Individuell anfragen

Nach deiner Anfrage klären wir Format, Teamgröße, eingesetzte KI-Clients und deinen Anwendungsfall; danach bekommst du einen Termin- und Inhaltsvorschlag. Die Anfrage ist unverbindlich und kostenlos.